CH PL Red Hot Chilli’s Desire of Victory

Fakten

HD A2/B1
ED 0/0
Zahnstatus oB
Herzuntersuchung oB
Augenuntersuchung frei (Dezember 2017)
PRA frei durch Erbgang
CEA/CH frei durch Erbgang
JADD probable normal (frei durch Erbgang)
CP1 frei durch Erbgang
CLPS frei durch Erbgang
DEN frei
Dilute D/D
Größe 52 cm

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Prüfungen

BHP / A
April 2012

APD / A
Mai 2013

Formwertbeurteilung

sehr gut
„Große, sehr gut behaarte Hündin, gute Knochenstärke, kräftiger Hündinnen-Kopf mit etwas runden Augen, ausgeglichene Winkelungen, gute Bewegung“
Richterin: Gisela Werner

Zuchtzulassung

im Deutschen Retriever Club e.V. vom 25.09.2013

Ahnentafel

Unsere Geschichte

Unsere erste Begegnung mit dieser Rasse hielt ein riesengroßes Fettnäpfchen bereit – aber zunächst einmal von Anfang an.
Im Jahr 2005 mussten wir den schweren Schritt machen und unsere Boxerhündin Chiara mit nur neun Jahren, verursacht durch Krebs, einschläfern lassen. Nachdem die Trauer gewichen war und sich es die allgemeinen Umstände auch wieder erlaubten, begaben wir uns langsam wieder auf die Suche nach einem neuen vierbeinigen Familienmitglied. Diesmal sollte es kein Boxer werden, doch welche Rasse denn? Jeder rätselte vor sich hin und man kam doch auf keinen gemeinsamen Nenner. Weihnachten 2008 sollte den Stein ins Rollen bringen. Wir waren von einem Immobilienunternehmen zum Tannenschlagen eingeladen worden. Dort traffen wir auf eine Familie, die einen Hund dabei hatte. Er gefiel uns optisch auf Anhieb und meine Mutter war es, die – wie wohl viele, die noch nie zuvor einen Toller gesehen haben – ins Fettnäpfchen tapfte, indem sie die Besitzer des Hunds gerade heraus fragte, was dies denn für ein schöner Mischling sei. Es wurde uns glücklicherweise nicht übel genommen. Danach setzten wir uns intensiver mit dieser Rasse auseinander, bis endgültig feststand, dass es ein Toller werden sollte. Die Wahl des Züchters wurde anschließend relativ schnell getroffen, die Chemie stimmte einfach, die Mutterhündin war toll und der geplante Deckrüde war optisch für uns ein Traum. So begann das Hoffen und Bangen, ob Chilli überhaupt trächtig sein und – wenn ja – ob auch ein Welpe für uns dabei sein würde. Wir wurden morgens am 13.07.2010 erlöst – unsere Kiwi war geboren.
Anfang September konnten wir unser rotes Wollknäul endlich abholen. Wir bekamen einen gut sozialisierten und unerschrockenen Welpen, der die ersten Minuten im Auto zwar etwas wimmerte, sich aber bald der Situation ergab und die lange Fahrt nach Deutschland super meisterte.
Anfangs hatte Kiwi wohl den Rassestandard nicht allzu gut gelesen, denn von der Distanz Fremden gegenüber hielt sie recht wenig, bei der standardmäßigen Größe einer Hündin muss sie sich wohl verlesen haben und mit Apportieren hatte sie zunächst auch nicht viel am Hut. Als wir aber für die BHP auch Apportieren üben mussten, hat es bei Kiwi deutlich klick gemacht und die grünen Säckchen waren auf einmal in ihrer Gunst gestiegen. Wir begannen ab diesem Zeitpunkt nun doch mit der Dummyarbeit, was dem Früchtchen deutlich Spaß bereiten zu schien.
Bei der Arbeit ist Kiwi zwar nicht so schnell unterwegs, wie man es bei den meisten Tollern beobachten kann, dafür geht sie sehr besonnen und ausdauernd vor. Steadyness-Probleme kennen wir von ihr nicht, denn sie gibt sowohl bei der Arbeit als auch beim Warten keinen Ton von sich. Eingesprungen ist sie genau zwei Mal: einmal bei einem Training mit Schuss und beim zweiten Mal ausgerechnet bei unserer ersten Dummy-Prüfung am Wasser. Aber dies können wir nun wohl als „Ausrutscher“ verbuchen. Bei unserer zweiten und auch bestandenen Dummy-A war Einspringen jedenfalls kein Thema mehr, was auch bis heute so geblieben ist.
Im Alltagsleben ist Kiwi sehr unauffällig und läuft problemlos überall mit. Sie ist eine ausgesprochene Langschläferin und bequemt sich morgens nur aus ihrem Körbchen, um sich den Bauch streicheln zu lassen. Bauchstreicheln ist für unsere Schmusebacke übrigens neben Leckerlis das Größte.
Wir waren mittlerweile auch auf einigen Ausstellungen mit ihr, auf denen sie trotz des Trubels vor allem durch ihre Gelassenheit und Ruhe auffiel. Auf unseren Spaziergängen ist Kiwi sehr selbstständig unterwegs, was auch zur Folge hat, dass sie ihren Radius manchmal etwas über Gebühr ausdehnt, aber Korrekturen daran nimmt sie immer gut an. Anderen Hunden gegenüber ist sie anfangs meist vorsichtig bzw. zurückhaltend, taut aber sehr schnell auf, wenn „keine Gefahr droht“. Menschen, allem voran Kinder, liebt sie hingegen über alles.
Alle diese Charaktereigenschaften zusammengenommen, finden wir, dass Kiwi trotz ihrer Übergröße ihren Teil zum Toller-Genpool beitragen kann, weswegen wir uns letztendlich doch dazu entschlossen haben, die Zuchtzulassung für sie zu beantragen und nun im kleinen Rahmen diese tolle Rasse züchten möchten.