Unser Zuchtgedanke

Unser Ziel und Wunsch ist es, im kleinen Rahmen sowie nach den strengen Auflagen und Richtlinien des Deutschen Retriever Club e.V. (DRC) einen Beitrag zur Tollerzucht zu leisten. Dafür durchliefen wir im Vorfeld Züchterseminare, eine Abnahme der Zuchtstätte und erfüllten mit unserer Stammhündin Kiwi alle vom DRC vorausgesetzten Bedingungen für eine Zuchtzulassung (und wir hoffen sehr, dass unsere Nachwuchshündin irgendwann in dieselben Fußstapfen treten kann, aber das wird die Zeit zeigen).

Nicht ohne Grund haben sich in der (Toller-)Zucht vier Zuchtwerte herauskristallisiert, die auch wir in unserem Zuchtvorhaben berücksichtigen und erhalten wollen: Wesensfestigkeit, Gesundheit, Arbeitswillen und die optische Einhaltung des Rassestandards. Unser züchterisches Handeln beginnt daher schon mit der wohlüberlegten Wahl eines geeigneten Deckrüden, geht über die Aufzucht und Sozialisierung der Welpen hinaus und endet damit, ein (hunde-)lebenslanger Ansprechpartner für unsere Welpenkäufer zu sein, die wir jederzeit gerne mit Rat und Tat unterstützen wollen. Mit der Abgabe unserer Welpen endet für uns als Züchter nicht die besondere Beziehung zu jedem der Früchtchen, weswegen wir uns sehr freuen, wenn auch nach dem Auszug der Kleinen der Kontakt zwischen uns und Ihnen als Welpenkäufer nicht abreißt.

Für uns ist es von enormer Wichtigkeit, dass sich potentielle Welpeninteressenten im Klaren darüber sind, dass sich der Toller nicht als reiner Familienhund eignet. Er ist von Natur aus ein Arbeitshund und sollte deswegen hinsichtlich seiner Anlagen beschäftigt werden. Dabei spielt es für uns keine Rolle, in welcher Sparte unsere zukünftigen Welpenkäufer mit ihrem Hund aktiv werden wollen, denn der Toller kann sehr vielfältig ausgelastet werden: Agility, Dummyarbeit, Jagd, Obedience, Rettungshundearbeit usw., Hauptsache der Toller wird mental gefordert. Mit einer nur körperlichen Auslastung, wie z.B. als Begleitung beim Radfahren, Joggen oder Wandern wird der Toller definitiv kein ausgeglichenes und glückliches Familienmitglied. Genau dies wünschen wir uns jedoch für unsere Welpen, weswegen wir unsere Nachzucht auch nicht an Personen abgeben werden, die ihren Hund in einem Zwinger halten wollen. Wie oben bereits angedeutet, bauen wir zu jedem unserer Welpen eine gewisse Beziehung auf, weswegen wir sie nur in den besten Händen wissen möchten. Daher lernen wir unsere Welpenkäufer gerne im Vorfeld persönlich kennenlernen. Dies sollte aber auch in Ihrem Interesse als Welpenkäufer liegen, denn die Entscheidung für einen vierbeinigen Freund, der Sie die kommenden 10 bis 15 Jahre begleitet, sollte wohlüberlegt und beispielsweise nicht nur in einer kurzen Entfernung zu unserer Zuchtstätte begründet sein.

Die Welpen wachsen bei uns im Haus auf, lernen im geeigneten Alter den Garten kennen, werden auf unterschiedliche Alltags- sowie Umweltreize hin geprägt und werden mit 8 Wochen geimpft, mehrfach entwurmt und gechipt an ihre neuen Besitzer übergeben. Alle Welpen erhalten Ahnentafeln vom DRC, die den Besitzern nachgereicht werden, sobald sie fertiggestellt wurden.
Im Alter vom 3. bis zum 16. Lebenstag führen wir mit unseren Welpen das Bio-Sensor-Programm durch, mit dem eine befreundete Züchterin bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Diese frühzeitige neurologische Stimulation soll sich positiv auf die spätere körperliche und psychische Entwicklung der Welpen auswirken.

Trotz all dieser Überlegungen und Anstrengungen von unserer Seite aus, darf man die Rolle von Mutter Natur nicht gänzlich vergessen. Deswegen ist es uns leider nicht möglich, eine Garantie für einen gesunden Hund zu geben – wir können nur unser Bestes geben. Aus diesem Grund ist es für uns auch von größter Wichtigkeit, dass sich unsere Welpenkäufer verpflichten, ihren Hund im geeigneten Alter auf HD (Hüftdysplasie) und ED (Ellbogengelenksdysplasie) röntgen zu lassen sowie uns über mögliche andere Erkrankungen zu informieren. Nur so können wir anhand dieser Fakten feststellen, ob unser Zuchtvorhaben gelungen ist oder ob wir gegebenfalls doch eine andere Richtung einschlagen müssen.

05.09.2010 003000_800x533